Warum unser Retreat zu Ostern der Seele so gut tut

Es ist wieder so weit. Das Oster-Retreat der Akademie geht in seine zweite Auflage. Unsere Gäste des letzten Jahres haben das Retreat als einen Moment des Innehaltens beschrieben. Aber was macht diese Tage im Taunus wirklich aus?
Wir haben Tanja Freise – die Geschäftsführerin der Akademie – dazu interviewt.

„Wie fühlt sich ein typischer Tag im Oster-Retreat an?“

Wir haben das Feedback bekommen, dass sich die Tage doch strukturierter anfühlen als zu Beginn gedacht und interessanterweise gleichzeitig unglaublich frei.

Morgens beginnen wir meist mit einem sanften Einstieg in den Tag. Das kann Yoga, Pilates oder Nordic-Walking mit einer erfrischenden Kneipp-Einheit sein. Das weckt den Körper und die Sinne. Und dann haben wir jeden Tag ein spannendes Mittags-Angebot vorbereitet. Das ist dann auch wirklich genau das: ein Angebot. Wer lieber noch etwas länger frühstücken oder lieber im Wald spazieren möchte kann einfach loslaufen. Abends lädt unsere Sauna zum Entspannen ein und die Lounge bietet einen wunderbaren Rahmen für Begegnung und Austausch.

Nach den Mahlzeiten entstehen oft diese kleinen, stillen Zwischenzeiten: jemand sitzt mit Tee oder Kaffee im Garten, jemand anderes kommt vom Waldbaden zurück und wirkt auf eine schöne Art „durchgerüttelt“. Abends wird es entspannt – Klang, Märchen-Zeit, Stille. Insgesamt ist es ein Wechsel aus Begegnung und Rückzug. Es gibt Tagesangebote, aber niemand muss etwas tun, nur weil es im Plan steht.

Unser Geschäftsführerin Tanja Freise im Interview zum Oster-Retreat

Tanja Freise – Geschäftsführerin der Akademie Gesundes Leben

„Für wen passt das Retreat und für wen vielleicht eher nicht?“

Wir haben das Retreat für Menschen entwickelt, die sich nach einer echten Pause sehnen. Eine paar Tage etwas früher im Jahr um in der Kraft zu bleiben und sich nicht von Urlaub zu Urlaub zu hangeln. Viele kommen und sagen später, es habe gutgetan, mal nicht „funktionieren“ zu müssen.

Weniger geeignet ist das Retreat für alle, die ein klassisches Wellness-Programm oder ein klassisches Akademie-Seminar erwarten. Es geht nicht um Lernen oder Unterhaltung, sondern um kleine innere Bewegungen. Auch wer eine rein spirituelle Veranstaltung sucht, wird hier wahrscheinlich eher überrascht sein – das Oster-Retreat ist erdiger, bodenständiger und stark an der Natur orientiert und passt auf diese Art so richtig gut zu uns.

„Waldbaden, Klangschalen-Erlebnisse, Kreativität: Wie alltagsnah ist das und braucht man dafür eine gewisse spirituelle Offenheit?“

Viele kommen mit genau diesen Fragen an (auch wenn sie nicht immer direkt gestellt wird) und ehrlich gesagt: Sie sind vollkommen berechtigt. Niemand muss spirituell sein. Niemand muss an irgendetwas „glauben“, das war schon immer die Haltung der Akademie. Das Frühjahr ist für viele eine Zeit des Umbruchs und der Erneuerung und genau diese Energie wollen wir mit dem Retreat befeuern.
Alle Angebote sind so gestaltet, dass sie erlebbar bleiben, nicht dogmatisch.

„Viele sind gerade preisbewusst. Was bekommen Teilnehmende hier, das ein Wellness-Hotel kaum bieten kann?“

Ein Wellnesshotel schenkt Entspannung und das ist wunderbar. Aber wir sind kein Wellness-Hotel. Bei uns geht es eher um Regeneration, um ein Neu-Sortieren und darum, wieder Boden unter den Füßen zu spüren.
Der große Unterschied ist die Kombination mit der wir uns dafür aufstellen: Der Wald direkt vor der Tür, ein Team, das die Menschen kennt und sieht, Rituale, die berühren dürfen, und ein Haus, das für viele ein Ort geworden ist, an dem sie gerne zum Auftanken zurückkommen.

„Viele Gäste sind sensibel, haben Unverträglichkeiten oder tun sich in Gruppen schwer. Wie fängt die Akademie das auf?“

Das ist tatsächlich eine unserer Stärken. Einige reisen an und haben Sorge, zu laut, zu leise, zu langsam oder zu empfindlich zu sein und erleben dann hier: alles ist in Ordnung, wie es ist. Hier bin ich richtig. Was immer sehr starkerlebt wird ist das Gefühl der Verbundenheit. Mit dem Haus, den Menschen die hier arbeiten und mit den Menschen, denen man hier begegnet.

Beim Essen achten wir sehr auf Unverträglichkeiten und individuelle Bedürfnisse. Auch das Team schaut bewusst darauf, dass niemand überfordert wird. Wer Ruhe braucht, bekommt sie. Wer sich einbringen möchte, findet Raum. Rückzug ist kein Problem und niemand wird gedrängt, etwas zu teilen oder zu funktionieren.

„Was wünschen Sie sich, was Wochen nach dem Retreat noch spürbar ist?“

Am schönsten ist es, wenn wir unsere Gäste wieder treffen und sie berichten: „Ich mache morgens wieder fünf Minuten Atemübungen“ oder „Ich habe ein kleines Abendritual für mich gefunden.“

Es geht nicht darum, das ganze Leben umzukrempeln, sondern darum, einen Moment am Tag zu schaffen, der guttut.

Wenn das Oster-Retreat so eine Art inneren Anker hinterlässt, der in stressigen Zeiten wieder erinnert: Da gibt es etwas, das mich erdet, dann hat es seinen Zweck erfüllt.

„Gab es einen Moment, in dem besonders klar wurde: Genau dafür machen wir das?“

Ja, tatsächlich. Vor einiger Zeit kam eine Teilnehmerin nach einem Klang-Abend zu mir und sagte: „Ich habe zum ersten Mal seit Monaten das Gefühl, wieder atmen zu können.“ Solche Sätze tragen durch Wochen. Sie erinnern daran, wie viel ein gut gehaltener Raum bewirken kann und machen Lust darauf, Angebote wie die Retreats offen zu halten.

Komm ins Oster-Retreat

Gönn Dir eine Auszeit! Vom 29.03. – 02.04.2026 erwartet Dich in unserer Akademie ein ganz besonderer Urlaub – eine Zeit nur für Dich! Tanke im wunderschönen Taunus neue Energie, Inspiration und Lebensfreude.

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