7 Dinge, die beim Fasten MEHR werden

Viele denken bei Fasten an Verzicht, dabei ist Fasten so viel mehr als „nicht zu essen“. Fasten ist eine Öffnung. Eine Entscheidung, das eigene System neu auszurichten und mehr von dem zuzulassen, was im Alltag oft keinen Raum findet. Für unsere Gesundheit und unsere Psyche.

7 Dinge, die beim Fasten MEHR werden

  1. Autophagie
    Autophagie beschreibt ein inneres Aufräumen, das Platz schafft für neue Qualität. Nach 24-72h Fasten beginnt der Körper verstärkt, sich von sich selbst zu ernähren und greift dabei deutlich mehr als sonst auf alte und beschädigte Zellen zurück, die er recycelt und für Neues nutzt. Der Japaner Yoshinori Ohsumi erhielt für die Entdeckung dieses Mechanismus 2016 den Nobelpreis für Medizin.
  2. Insulin-Sensitivität
    Die Insulin-Empfindlichkeit verbessert sich, Energie wird klarer verfügbar und gleichmäßiger genutzt. Sind die Zellen durch regelmäßiges Fasten nicht mehr ständig hohen Insulinspitzen ausgesetzt, beginnen sie wieder sensibler auch auf bereits kleinere Mengen Insulin zu reagieren.
  3. Fettverbrennung
    Die Fettverbrennung übernimmt und mit ihr entsteht eine neue, stabilere Form von Energie. Sobald die Zuckerreserven aufgebraucht sind, beginnt der Körper eingelagertes Fett an Bauch und in der Leber zu nutzen. Die Energiegewinnung aus Reserven erfolgt relativ gleichmäßig und erzeugt weniger schwankende Energiehochs und -tiefs.
  4. Wachstumshormone
    Schon nach kurzer Zeit des Fastens steigt die Ausschüttung von Wachstumshormonen stark an. Diese helfen dabei, Muskelmasse zu erhalten und gleichzeitig den Stoffwechsel auf Fettabbau umzustellen.
  5. Regulation von Entzündungen
    Durch den Verzicht auf Nahrung schaltet der Körper auf Reparaturmechanismen um, baut entzündungsförderndes Bauchfett ab und senkt die Produktion entzündlicher Botenstoffe.
  6. Neuroplastizität
    Das Gehirn wird flexibler und Nervenverbindungen zwischen Nervenzellen werden neu geknüpft. Dadurch kann sich das Gehirn besser an neue Bedingungen anpassen, dazulernen und regenerieren. Viele Menschen fühlen genau hier ein überraschendes Mehr: mehr Fokus, mehr innere Ruhe, mehr Wachheit.
  7. Gute Stimmung
    Glücksgefühle breiten sich aus, wenn nach 48 bis 72 Stunden die Produktion der Endorphine, Dopamin und Serotonin hochfährt – Hormone, die stimmungsaufhellend und antidepressiv wirken und oft ein Gefühl von Euphorie oder „High“ erzeugen, das als Anpassung des Körpers gegen den Hunger dient.

Die Vorteile von Fasten in Zahlen
Hier siehst Du eine Grafik mit 7 Vorteilen, die Fasten auf unsere Gesundheit hat.

Beim Fasten ist weniger MEHR

Fasten ist ein besonderer Zustand, in dem der Mensch beginnt, vor allem aus sich selbst heraus zu leben. Es ist eine bewusste Pause, die Raum für Regeneration,  Selbstwahrnehmung und eine tiefere Verbindung schafft zu dem, was wir wirklich brauchen. Fasten ist kein Mangel, es ist eine Einladung, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Und wer einmal erlebt hat, wie leicht und lebendig sich dieser Zustand anfühlt, versteht. Weniger auf dem Teller bedeutet oft mehr in jedem anderen Bereich des Lebens.

Das Schönste am Fasten? Die Wertschätzung meiner eigenen Bedürfnisse steht im Vordergrund.

Stefanie Kehr, Dozentin der Ausbildung Fastenleiter:in

Bei sich selbst ankommen

Fasten ist nicht nur eine Auszeit für den Körper, sie ist vor allem eine Auszeit für dich. In unserem Alltag hetzten wir von Aufgabe zu Aufgabe, von Mahlzeit zu Mahlzeit, oft ohne wirklich innezuhalten. Beim Fasten durchbrichst du diesen Rhythmus. Plötzlich fällt das Einkaufen, Kochen, Spülen weg und gibt damit einen erstaunlich großen Teil unserer täglichen Energie und Aufmerksamkeit frei für Gedanken und Erlebnisse, die sonst keinen Raum finden. Viele Menschen berichten, dass sie sich während des Fastens zum ersten Mal seit langer Zeit wieder wirklich bei sich fühlen. Fasten ist damit auch eine Form von Selbstfürsorge: Die bewusste Entscheidung, sich selbst für eine Weile in den Mittelpunkt zu stellen.

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