Selbsttest: Passt eine ErnährungsCoach Ausbildung zu mir?

Viele Menschen interessieren sich für Ernährung, lesen Bücher, besuchen Workshops und schauen sich online Vorträge an. Sie kennen sich mit Lebensmitteln aus, haben verschiedene Ernährungsempfehlungen verglichen und für sich eine gute Strategie entwickelt, wie sie sich am besten ernähren. Dieses Recherchieren und Ausprobieren kann viel Spaß machen und wenn man dann noch Erfolg hat und sich mit der neuen individuellen Ernährung gut fühlt, kann der Gedanke aufkommen: Hey, ich liebe Ernährung. Vielleicht wäre das ein guter Beruf für mich?

Manch eine oder einer machen eine ErnährungsCoach Ausbildung für sich privat, um noch tiefer in die Thematik einzutauchen, die chemisch-biologischen Zusammenhänge besser zu verstehen, Fragen stellen zu können, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu connecten und wissenschaftlich up-to-date zu sein.

Wenn das auf dich zutrifft, dann ist unsere ErnährungsCoach Ausbildung IHK absolut für dich geeignet. Du brauchst keine großen Vorkenntnisse und wirst so eingeführt, dass die Ernährungswissenschaft auch für dich als Laien gut verständlich ist.

Wenn du dir dennoch unsicher bist, sprich gerne mit unserer Seminarberatung. Sie ist Mo-Fr von 9:00 bis 17:00 für dich unter der Telefonnummer: (+49) 06172 3009 822 oder der E-Mail-Adresse: kontakt@rfa-oberursel.de erreichbar.

Du möchtest dich ausbilden lassen, um Ernährungscoaching zu deinem Beruf zu machen?
Auch dann kannst du natürlich mit unserer Seminarberatung sprechen oder du nutzt folgenden Test als Orientierung:

Selbsttest: Ist der Beruf des ErnährungsCoach etwas für mich?

Gefällt es dir, andere Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen?

Ernährung zu lieben ist eine Sache. Coaching und Beratung zu lieben, eine andere. Im Ernährungscoaching muss beides zusammenkommen.
Dabei genügt es auch nicht, nur die Ernährungsstrategien weiterzuempfehlen, die einem selbst geholfen haben. Im Coaching ist es wichtig, offen zu sein für die Lebensumstände, Bedürfnisse und Ziele des/der jeweiligen Klient:in, die Beratung bzw. das Coaching daran anzupassen und gemeinsam nach einer für ihn/sie zugeschnittenen Lösung zu suchen. Das grundlegende Ziel ist, Hilfe zu Selbsthilfe zu geben.

Bereitet es dir Freude, immer wieder mit neuen Menschen in Kontakt zu kommen?

Im Ernährungscoaching bzw. der Ernährungsberatung kommen regelmäßig neue Klienten zu dir und alle sind individuell. Die einen wollen zum Beispiel ihr Leben optimieren und sind Feuer und Flamme, die anderen sind verzweifelt, weil sie alles ausprobiert haben, aber ihr Gewicht verändert sich trotzdem nicht und die nächsten wurden von ihrer Familie geschickt, sehen aber selbst gar nicht wirklich Beratungsbedarf. Jeder Mensch ist individuell und du musst auf jeden dieser Menschen eingehen können und für eine erfolgreiche Beratung einen guten Kontakt aufbauen.

Würden dich andere als vertrauensvolle Person beschreiben? Und kannst du anderen Menschen unvoreingenommen und wertschätzend begegnen?

Viele Menschen suchen eine Ernährungsberatung bzw. ein Coaching, weil sie ein Problem haben. Sie fühlen sich in ihrem eigenen Körper nicht wohl, fühlen sich zu dick oder mit ihrer Akne nicht schön, sie haben Blähungen oder Verstopfungen. Das sind nicht unbedingt Probleme, über die man gerne redet. Eine vertrauensvolle, wertschätzende Beziehung zu den Klienten aufzubauen, die professionelle Distanz wahrt, ist darum wesentlich für den Erfolg einer Beratung. Denn nur wenn sich die Klienten sicher fühlen, sind sie ehrlich und du als Coach bekommst alle Informationen, die du brauchst, um dir ein vollständiges Bild der Situation zu machen.

Hast du selbst schon einmal deine Ernährung umgestellt oder eine Ernährungsumstellung erlebt, z.B. in deiner Familie?
Es ist keine Voraussetzung, aber es hilft absolut, wenn man weiß, was die Klienten durchmachen, welche Hindernisse, Sorgen und Konflikte sie haben und du spürbar machen kannst, dass du Erfahrungen im Bereich Ernährungsumstellung hast.

Kannst du Gespräche gut lenken oder bist du bereit, es zu lernen?

Im Ernährungscoaching brauchst du ein gutes Gespür dafür, wohin du das Gespräch lenken willst. Es wird Klienten geben, die von sich aus wenig erzählen und Klienten, die gar nicht mehr aufhören zu reden. An sich geht es in der Beratung darum, die Klienten dazu zu bringen, ihre eigenen, zu ihnen passenden Ideen entwickeln zu lassen. Dafür muss man die richtigen Fragen stellen, wissen, wann man zuhört und erkennen, wann man das Gespräch wieder in zielführende Bahnen zurücklenkt.

Hier findest du hilfreiche Fragen, deren Antworten bei deiner Entscheidung, ob der Beruf eines Ernährungsberaters etwas für dich ist, wegweisend sein können.

Schaffst du es, außerhalb deiner Beratung mit niemandem über deine Klienten zu reden?

Verschwiegenheit ist nicht nur für Ärzte bzw. Ärztinnen Pflicht. Das Ernährungscoaching soll einen geschützten, sicheren und angstfreien Rahmen bieten, in dem der/die Klient:in sich vollkommen öffnen kann. Nur so ist ein Coaching wirklich möglich.
Das bedeutet aber, dass du die Details des Coachings nicht beim Abendbrot mit der Familie oder beim nächsten Mädelsabend zum Besten geben kannst.

Betrachtest du gerne Zusammenhänge?

Ernährung ist nicht isoliert. Sie ist abhängig von Lebensstil, Ereignissen und Umweltfaktoren. Sich auf die gesamte komplexe Situation des/der Klient:in einzulassen kann herausfordernd sein. Du musst nicht nur das Gespräch führen, sondern nebenbei auch einen Überblick über die Gesamtsituation behalten, mögliche Zusammenhänge erkennen und Empfehlungen daraus ableiten.

Würdest du es schaffen, Klienten abzuweisen, wenn du ihnen nicht helfen kannst?

Jemandem Hilfe zu verweigern oder zuzugeben, nicht helfen zu können – das fällt den wenigsten leicht. Für das Wohl der Klienten ist es aber absolut wichtig, dass du deine eigenen Grenzen kennst und die Klienten an passende Fachleute weiterleitest. Gerade als ErnährungsCoach nach einer Ausbildung, hat man (noch) keine Lizenz und auch nicht die Kompetenz, Menschen medizinisch zu betreuen. Wenn sich also im Rahmen des Coachings herausstellt, dass der/die Klient:in eine ernährungsbedingte Krankheit wie Bulimie, Gicht oder eine Fettstoffwechselstörung hat, musst du die Behandlung abbrechen und sie an Psychiater oder Ärzte weiterleiten.

Kannst du Kompliziertes einfach erklären?

Manche Menschen, die in ein Ernährungscoaching gehen, kennen sich sehr gut mit Ernährung aus und wollen vor allem Bestätigung und Sicherheit für ihren Ernährungsweg. Die meisten Menschen kennen sich nicht so gut aus, wollen aber trotzdem verstehen, warum ihre aktuelle Lebensweise eventuell nicht optimal ist und wieso eine Ernährungsumstellung hilft.

Hast du den Mut, unangenehme Einschätzungen auszusprechen?

Keiner hört gerne, dass er/sie das ganze Leben lang etwas falsch gemacht hat und manch eine Person nimmt (konstruktive) Kritik auch nicht gerne an. Trotzdem musst du vielleicht sagen, dass jemand mit seinen zwei-drei Gläsern Wein jeden Abend durchaus in eine Alkoholsucht rutschen kann.

Wichtig ist hier Fingerspitzengefühl und eine Balance aus klaren Worten, aber gestützt von Verständnis und Ermutigung.

Kannst du Verantwortung übernehmen und mit Feedback gut umgehen?

Fehler und Überforderung sind immer möglich, gerade aber in der Arbeit mit Menschen schwierig. Darum muss man sich als Berater:in stets selbst hinterfragen können und prüfen, ob man nach wie vor alles im Blick hat und gegebenenfalls auch Rat und Unterstützung suchen, wenn man das Gefühl hat, die Situation übersteigt die eigenen Kompetenzen gerade. Auch Klient:innen sind teilweise sehr direkt mit Feedback und Kritik. Die Fähigkeit Kritik neutral zu reflexieren und dabei stark zu bleiben, liegt nicht jedem, ist aber lernbar.

Kannst du damit leben, wenn du mal keinen Erfolg hast?

Es wird Klient:innen geben, die ihre Beratung abbrechen, die mit ihrer Ernährungsumstellung keinen Erfolg haben oder aufgeben, bevor die Umstellung Wirkung zeigen kann. Das muss gar nichts mit dir zu tun haben, kann aber frustrierend oder entmutigend sein. Dabei ist es ganz normal, dass man nicht immer nur Erfolg hat. Vielleicht hat sich im Verlauf der Beratung die Situation geändert oder der/die Klient:in ist mit einem Ergebnis zufrieden, das für dich nicht zufriedenstellend wäre. Vielleicht ist der/die Klient:in auch einfach in eine Beratung gegangen, bevor sie tatsächlich bereit für eine Änderung ist. Es gibt viele Gründe, weshalb sich Erfolg nicht immer einstellt.

Bist du bereit, selbstständig zu arbeiten?

Vielleicht willst du Ernährungscoaching einfach als Ergänzung zu deinem bisherigen Job als Therapeut:in oder Heilpraktiker:in lernen oder um in deiner Firma ein Extra-Angebot für die Mitarbeiter:innen aufzustellen. Dann musst du dir um Selbstständigkeit keine extra Gedanken machen.

Aber die meisten machen eine ErnährungsCoach Ausbildung, um selbstständig Coaching anzubieten, haben es davor aber noch nie gemacht und das kann eine große Überraschung für einige sein, denn es ist etwas dran am Sprichwort „Selbstständig = selbst und ständig“.

Als selbstständiger ErnährungsCoach brauchst du Organisationstalent, Zeit- und Selbstmanagement. Du musst dich darum kümmern, mit Klient:innen in Kontakt zu kommen durch Maßnahmen wie Marketing oder Vertrieb, du musst den Kontakt pflegen und deine eigene Buchhaltung machen. Das alles hat nichts mit Ernährung zu tun, ist aber für eine erfolgreiche Selbstständigkeit unerlässlich.

Wenn du lernen willst, ob Selbstständigkeit etwas für dich ist und was es dafür braucht, können wir dir unser Seminar Dein Weg in die Selbstständigkeit empfehlen.

Bist du bereit, dich immer wieder weiterzubilden?

Die Ernährung ist im Vergleich zu anderen Bereichen noch eine recht junge Wissenschaft und es kursieren täglich neue Ideen, Empfehlungen und Diäten durch die sozialen Medien – manche mehr, manche weniger wissenschaftlich fundiert. Hierzu eine Meinung zu haben und zu wissen, was durch Studien derzeit belegt ist, ist als ErnährungsCoach ebenfalls unerlässlich.

Unser Seminar Ernährungstherapie Update ist ein Wochenendseminar, dessen Inhalte wir jedes Jahr anpassen, um ErnährungsCoaches und Ernährungsberater:innen eine stetige, optimale Fortbildung anzubieten.

Da das Gesundheitsbewusstsein in unserer Gesellschaft stark zunimmt, sehen die Berufsaussichten als ErnährungsCoach gut aus. Wenn du wissen willst, welche Möglichkeiten der Ausbildung es gibt, wie lange sie dauern und wie viel sie kosten, lies unseren Artikel ErnährungsCoach Ausbildung – Wege, Dauer, Kosten und IHK im Überblick.

Wir empfehlen dir natürlich unsere Ausbildung ErnährungsCoach IHK 😉

Ernährung ist deine Leidenschaft?

Werde ErnährungsCoach (IHK) und begleite andere auf ihrem Weg zu einer gesünderen Ernährung mit Wohlfühlfaktor. Im Fokus der Weiterbildung stehen Nährstoffe, Ernährungspsychologie, Gewichtsmanagement, körperliche und mentale Gesundheit, Fitness sowie Coaching-Kompetenzen.

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Die Weiterbildung wenn Du Ernährungscoach werden willst

Veröffentlicht am 28. September 2026

Die Autorin

Sigrid Siebert

Sigrid Siebert Longeviy Expertin und AutorinSigrid Siebert ist studierte Ernährungswissenschaftlerin und Ernährungstherapeutin. Sie ist Autorin eines Fachbuchs zur veganen Ernährung und Dozentin in der Ausbildung zum Longevity Coach und ErnährungsCoach IHK.

  • Sigrid Siebert arbeitet seit 1995 als Dozentin an der Akademie.
  • Nach einer Ausbildung zur Diätassistentin studierte sie Diplom-Oecotrophologie in Gießen.
  • Seit 2005 ist sie als Ernährungstherapeutin bei der QUETHEB bzw. E-Zert zertifiziert und wird von Krankenkassen anerkannt.
  • An der Fachhochschule Münster ist sie Lehrbeauftragte für Lebensstilmedizin und im Studiengang Lebensweltorientierte Gesundheitsförderung der Evangelischen Hochschule Darmstadt Dozentin.
  • Sie ist seit vielen Jahren Prüferin für Ausbildungsprüfungen an der IHK Frankfurt.
  • Sie ist ausgebildete NLP-Practitioner, Fastenleiterin und arbeitet freiberuflich im Bereich Reha Herz-Kreislaufgesundheit
  • Sigrid Siebert auf LinkedIn.
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